Einfacher Burnout Test und professioneller Test mit Symptomen und Stadien

Nachdem wir uns in einem letzten Beitrag die Burnout Symptome und Anzeichen angeschaut haben, möchte ich in diesem Beitrag einmal genauer auf einen handfesten Burnout Test eingehen.

Burnout Test DSM 5

Definition und Klassifikation nach ICD-10
Z73 Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung

 

Das Burnout Syndrom kann man in 12 Stadien einteilen, wobei Stadium Nummer 1 die gesamte Problematik beschreibt. Folgende Erkenntnisse habe ich zu einem großen Teil aus dem Buch von Dr. Dr. Bonelli aus dem Buch Perfektionismus.

Starkes Verlangen oder Drang, sich selbst und anderen Menschen irgendwas beweisen zu müssen. Menschen mit einem Burnout sind nicht intrinsisch, sondern extrinsisch motiviert. Sie tun die Dinge (beruflich) nicht, weil sie es für richtig halten, sondern weil sie anderen (zb. dem Chef oder ihren Freunden) etwas beweisen wollen, um dabei zu sein und wertgeschätzt zu werden. Sobald wir genau das tun, sind wir bereits im Hamsterrad, denn andere Menschen (zb. der Chef) reagieren darauf und tendieren dazu, genau das aus Unwissenheit (oder Bosheit) auszunutzen.

Burnout ist also ganz klar in erster Linie eine Frage der Motivation. Tue ich Dinge aus intrinsischer Motivation (Liebe zur Sache) oder nur um damit (soziale) Anerkennung und/oder Geltungsstreben. Geld ist hier auch nicht wichtig, solange es nicht verdient werden will, um andere damit zu beeindrucken und dabei sein zu können. Burnout-Patienten sind also fast immer Perfektionisten.

Fritz Künkel, Psychoanalytiker, hat das sehr gut in Verbindung mit Burnout in "Sachlichkeit" und "Ich-Haftigkeit" eingeteilt. "Sachlichkeit"=Dinge, die getan werden müssen "Ich-Haftigkeit"=Einen Bezug zum Ich herstellen, wo keiner ist. Das Problem ist, dass man bei der Ich-Haftigkeit das eigene "Ich" zu sehr einbringt und zu wenig "Selbst-Bewusstsein". Die meisten Burnout Patienten verstehen diesen Kreislauf nicht, weil es ihnen an Selbst-Bewusstsein mangelt und geraten dadurch in einen Teufelskreis, der dann sehr schnell zum Burnout führt. In der Praxis sieht das so aus, dass Burnout-Patienten viel von ihren Problemen erzählen und dennoch glauben, zu wenig an sich selbst zu denken. Sie denken zu viel an sich, aber nur negativ, ohne es zu bemerken und wissen gar nicht, was sie wirklich wollen und was ihnen wichtig ist.

Weitere Stadien im Test Burnout

  • der Versuch, immer erfolgreicher zu werden, Wissen anzueignen, um andere zu beeindrucken für mehr Eindruck und Anerkennung
  • Aufgabe und Arbeit nimmt uns immer mehr ein und Bedürfnisse, Hobbies und Freunde werden vernachlässigt, wenig Zeit für Erholung
  • erste Energieverlust, Gefühle der Überforderung und Probleme (zb. Verwechselungen oder Unpünktlichkeit) treten ein; erste körperliche Symptome und Anzeichen, wie Müdigkeit, Verdauungsstörungen; erste psychische Symptome und Anzeichen wie Schlafstörungen, Gereiztheit, Veränderungen des Umfeldes
  • Wertesystem ändert sich und das höchste Ziel wird das Erbringen von Leistung, keine Zeit mehr für Freizeit und Umfeld wendet sich ab, Beziehungen gehen in die Brüche
  • Probleme werden verleugnet, obwohl ständig Symptome, wie Kopfschmerzen, Migräne und Tinnitus auftreten; man ist unzufrieden und ratlos, Isolation von der Umwelt - professionelle Begleitung ist ab hier notwendig
  • Krise und Selbstzweifel durch Leistungsabfall: innere Leere; keine Ahnung, was jetzt noch helfen kann; Ersatzbefriedigungen
  • verstärkte Isolation, Besessenheit von beruflicher Tätigkeit
  • Verlust der Persönlichkeit: Depressionen, Wahrnehmungsveränderungen, Identitätsstörungen, Arbeitsunfähigkeit
  • innere Leere, Ersatzbefriedigungen, und auch manchmal Panikattacken und Phobien
  • Depressionen, Verzweiflung
  • lebensgefährliche Erschöpfung

Behandlung: Burnout und Perfektionismus überwinden

Aus dem Perfektionismus und Burnout kommt man am besten durch eine 4-Schritte-Psychotherapie raus, die die Stärken und Tugenden namens: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maß bearbeiten.

4 Tugenden in der Behandlung:

Klugheit: Man muss seine Innere Geschichten und Dogmen erkennen. Die meisten sind relativ unbewusst. Ein Dogma könnte zum Beispiel sein: "Ich muss der beste Arzt im Krankenhaus werden."  Wenn man diese Dogmen erkennt, kann man sie loslassen. Es geht also darum, Selbst-Bewusstsein aufzubauen und innere Blockaden zu erkennen.

Gerechtigkeit: Anerkennung der Stärken der anderen Menschen ohne Neid.

Tapferkeit: Selbst konfrontieren mit der eigenen In-Perfektion. Annahme der eigenen Mittelmäßigkeit und Fehlerhaftigkeit.

Maß: Das richtige zur richtigen Zeit tun und die Lebensführung zum positiven Verändern.


Hi. Mein Name ist Sascha, Berater für Persönlichkeitsentwicklung, positives Denken und Online-Marketing und ich bin hier, um dir dabei zu helfen, ein glücklicheres und selbstbewussteres Leben zu führen. Warum? Weil es meine Leidenschaft ist und weil zwei meiner größten Stärken "Selbstbewusstsein" und "Fokus" sind.