8 Tipps wie du dein Selbstvertrauen stärken kannst und erfüllter und glücklicher wirst

Viele Menschen wollen sofort mehr Selbstvertrauen aufbauen und ausstrahlen. Das verstehe ich und genau das wollte ich persönlich damals auch.... und glaube mir, ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe hat. Einer meiner größten Wünsche war von vor wenigen Jahren mehr Vertrauen in mich selbst.

Im Internet kursieren sehr viele Tipps, wie man ein Pseudo-Selbstvertrauen aufbauen kann. Dabei geht es immer darum, nach Außen etwas darzustellen, was man im Inneren überhaupt nicht ist. Du setzt dir eine Maske auf und tust so, als hättest du Selbstvertrauen - die Extremform davon ist übrigens Narzissmus.

Dass diese Tipps in vielen Fällen nicht klappen, nicht nachhaltig sind, in vielen Situationen nicht funktionieren und sogar schädlich für die eigene Psyche sein können, wird dabei meist verschwiegen.

Beim Aufbau von Selbstvertrauen geht es auch nicht in erster Linie um Selbstvertrauen. Das kommt völlig automatisch, wenn du die folgenden Tipps beherzigst, die du nun lernen wirst.

Selbstvertrauen - Tipp #1: Selbstwertgefühl

Das erste, was du beherrschen musst, um ein starkes Selbstvertrauen aufbauen zu können, ist ein starker Selbstwert. Je mehr du spürst, dass du wertvoll bist, egal wie auch immer es in deinem Leben aussieht, wer/was in deinem Leben ist oder was passiert ist, desto größer ist dein Selbstwertgefühl. 

Viele verwechseln Selbstwertgefühl mit Egoismus, Narzissmus und manchmal sogar mit Psychopathie. Weit gefehlt. Menschen mit diesen Problemen haben in Wirklichkeit tiefste Minderwertigkeitsgefühle und eine innere Leere. Es ist unmöglich, diese psychischen Erkrankungen oder einen negativen Charakter zu entwickeln, wenn man wahres Selbstwertgefühl sein Eigen nennen kann. Das liegt daran, dass die unbewussten Schichten der menschlichen Psyche nicht zwischen einem selbst und anderen Menschen unterscheiden können. Wer echtes Selbstwertgefühl hegt, muss zwangsläufig auch empathisch für die Gefühle anderer sein.

Wenn du nun ein starkes Selbstwertgefühl hast, brauchst du nicht mehr die Anerkennung, Bestätigung und den Applaus anderer Menschen. Du spürst aus dir selbst heraus, dass du wertvoll bist. Ohne Leistung zu vollbringen. Ohne in Konkurrenz mit anderen zu treten. Ohne was zu erreichen. Du fühlst dich gewollt und dieses Gefühl beginnt in dir selbst, ohne vom Außen etwas bekommen zu müssen. Das kommt dann völlig automatisch, wenn du es, aufgrund deiner inneren Fülle, deines starken Selbstwertgefühls nicht mehr brauchst.

Selbstvertrauen - Tipp #2: VON INNEN nach AUßEN

Selbstwert bedeutet, dass du verstehst, dass dein Leben an sich unendlich viel wertvoller ist, als alles, was du im Leben erhalten kannst. Zudem bedeutet es, dass du anfängst, von INNEN nach AUßEN zu leben.

Das heißt, dass du verinnerlichst und auch in deinem Leben anwendest, dass zuerst die inneren Gefühlszustände erschaffen werden müssen und dann erst die materielle Verwirklichung. In der Praxis sieht das so aus: Zuerst fühlen wir uns wie der Besitzer eines tollen Autos und dann bekommen wir es. Wir sind also, von unseren Gefühlen her, völlig unabhängig von dem, was in unserem Leben passiert. Mentale Zustände von Freude und innere Fülle treiben uns an, etwas zu tun.

Leider suggeriert uns die gesamte Gesellschaft der westlichen Welt etwas komplett Gegenteiliges. Auch als Kind, wenn wir besonders aufnahmefähig für allerlei Informationen sind, wird uns immer wieder suggeriert, dass wir von AUßEN nach INNEN leben müssen. Weil das ja so rational und richtig sei. Uns wird eingeredet, dass wir nur wertvoll sind, wenn wir gut in der Schule sind, einen tollen Job haben, ein großes Auto besitzen und viel Geld haben. Das ist alles nett. Es wird uns aber niemals innerlich erfüllen, sofern wir diese Dinge nicht von INNEN nach AUßEN erschaffen. Aus einem inneren Überfluss heraus und nicht aus einem inneren Mangel.

Wenn du anfängst, aus inneren Gefühlszuständen des Besitzens zu handeln und nicht um jenes Gefühl durch äußere Umstände zu erzeugen, steigt dein Selbstvertrauen rasant an.

Selbstvertrauen - Tipp #3: Unabhängigkeit von anderen

Ohne Selbstwertgefühl, was ja einer der wichtigsten Bestandteile eines starken Selbstvertrauens ist, haben wir keinen Zugang zu uns selbst. Wir sind Bettler. Bettler, die unbewusst die Zustimmung, die Bestätigung, die Aufmerksamkeit und Anerkennung anderer Menschen brauchen. Jeden Tag aufs Neue sind wir emotional davon abhängig, was andere Menschen uns an Taten und vor allem Gefühlen zukommen lassen.

Millionen von Menschen wollen bessere Freunde finden oder einen perfekten Partner. Sie suchen im Außen. Dabei ist ihr bester Freund und die Liebe ihres Lebens längst da. Sie selbst. Und das hat absolut nichts mit Narzissmus oder Egoismus zutun. Im Gegenteil: Jene Personengruppe brauchen die positive Zustimmung anderer Menschen.

Wenn du lernen möchtest, ein starkes Selbstvertrauen aufzubauen, musst du dir die Anerkennung selbst geben. Warum? Zum einen, weil du mit dir selbst die aller meiste Zeit verbringst. Zum anderen, weil ein erfolgreiches und glückliches Leben einfach so funktioniert. "Wie innen so außen." Nicht umgekehrt. Alle Religionen lehren es. Alle erfolgreichen Menschen, die gleichzeitig auch extrem glücklich und erfüllt sind, leben nach diesem Prinzip.

Eine Zeit lang wird vielleicht nicht viel passieren. Du wirst in Vorleistung gehen und einen gewissen Zeitraum an dir arbeiten müssen. Langfristig jedoch wirst du mit dieser Einstellung so viel glücklicher und selbstbewusster werden, dass du sich nie wieder von anderen Menschen abhängig machen willst. Du wirst plötzlich nicht nur in Liebe und Harmonie mit dir selbst leben, sondern auch mit anderen Menschen und der gesamten Gesellschaft.

Denn eines ist sicher: Niemand wird dir das geben können, was du dir selbst im Inneren geben musst.

Selbstvertrauen - Tipp #4: Persönliche stärken

Kennst du deine Stärken? Im Leben werden wir (vor allem beruflich) erfolgreich und glücklich, wenn wir auf unsere Stärken setzen. Warum ist das so wichtig? Wenn wir unseren Tag mit etwas verbringen, was wir sehr gut können und was uns Freunde bereitet, sehen wir schneller Resultate. Das steigert natürlich unglaublich das eigene Selbstvertrauen. Wir werden von der Ente zum Adler und haben so viel mehr Möglichkeiten.

In der Schule wurde uns beigebracht, unsere Schwächen zu stärken, doch damit erreichst du persönlich höchstens Mittelmäßigkeit. In den meisten Fällen aber noch nicht einmal das.

Werde dir immer mehr bewusst, was du magst und was nicht und welche Werte du hast. Richte dein Leben nicht so aus, wie es andere vorleben, sondern finde deinen eigenen Weg und orientiere dich dabei an deinen Stärken und Werten.

Mehr darüber, wie du dir deine persönlichen Stärken nach und nach bewusst machen kannst, erfährst du hier in einem anderen Beitrag von mir.

Selbstvertrauen - Tipp #5: Werte erkennen

Die meisten Menschen führen ein fremd-bestimmtes Leben. Sie kennen nicht ihre Werte und was sie wirklich lieben und richten ihr Leben nicht danach aus. Leider ist das ein sehr starker Selbstvertrauen-Killer, der auch locker mal zu Minderwertigkeitsgefühlen führen kann.

Richte nicht dein Leben so ein, wie es andere vorleben. Stelle dir statt dessen die Frage, was du wirklich im Leben erreichen möchtest und welche Werte dir sehr wichtig sind. Ist es Freiheit, Selbstverwirklichung, Familie, lebenslanges Weiterbilden und Wachsen?

Wie willst du dein Leben wirklich einrichten? Was bedeutet ein glückliches Leben für dich persönlich? In welche Richtung soll die Reise gehen? Als ich mir diese Frage immer öfter gestellt habe, habe ich plötzlich bemerkt, dass ich etwas ganz anderes als 95% aller Menschen da draußen möchte: Freiheit, Kreativität und Unabhängigkeit.

Tipp #6: Selbstbewusstsein

Wie sehr bist du dir eigentlich deiner Selbst bewusst?

Zuerst solltest du dir darüber bewusst werden, wo sich dein mangelndes Selbstvertrauen besonders bemerkbar macht. Ist es vielleicht im Freundeskreis? Oder wenn du deine Meinung sagen musst? Vielleicht tritt es auch dann hervor, wenn du das andere Geschlecht ansprechen sollst.

Werde dir genau bewusst, wo deine Baustellen sind. Und bitte vergiss den Gedanken, dass dieses mangelnde Selbstvertrauen nun einmal zu dir gehört. Dem ist nämlich nicht so, wie du vielleicht schon in anderen Artikeln hier auf diesem Blog gelesen hast.

Wenn du nun weißt, wo deine Defizite liegen, solltest du dir nun überlegen, was du in diesen Bereichen statt dessen haben möchtest. Nehmen wir einmal an, dass du starke Probleme damit hast, deine Meinung zu sagen, also zum "Ja", wenn du "Ja" meinst. Du möchtest aber in einen Zustand kommen, in dem du deine Meinung sagst.

Dann musst du folgendes verstehen: Dieser unerwünschte Zustand existiert alleine aufgrund deiner vergangenen Erfahrungen, Programmierungen in unbewussten Teilen deines Gehirns und deshalb, weil du dir tagtäglich sagst, dass du nun einmal nicht selbstbewusst deine Meinung sagen kannst.

Wenn du nun jedes mal in deinem Kopf wiederholst, dass du nun einmal schüchtern bist, nicht kommunikativ sein kannst und was du noch alles glaubst, an negativen Eigenschaften zu haben, dann bleibt das immer deine Wahrheit. Warum? Weil du mit diesen Gedankengängen dein Unterbewusstsein programmierst, das für über 93% deiner Gefühle und Handlungen verantwortlich ist.

"Mist, ich bin so schüchtern." oder "Ach, ich habe schon wieder nicht meine Meinung gesagt." oder "Ich bin nun einmal introvertiert." gelangen nach und nach in dein Unterbewusstsein und verhindern eine Veränderung.

Diesen Mechanismus, der dich im Teufelskreis eines mangelndem Selbstvertrauens festhält, musst du dir nun endlich mal bewusst machen.

Selbstvertrauen - Tipp #7: Um-Programmieren

Doch wie hat das alles seinen Anfang gefunden? Nun, es gibt verschiedene Ansätze und ja, sicher bist du auch genetisch bedingt ein wenig anfälliger für negative Gedanken. Doch das kann man alles ändern. Der wahre Anfang der Unsicherheiten begann sicher in deiner Kindheit. In den ersten 7 Lebensjahren war unser Unterbewusstsein nämlich komplett aufnahmefähig für alle Informationen, die es ausgesetzt war. Das soll uns aber nicht interessieren.

Das Gegenprogramm für "Ich bin schüchtern und sage daher meine Meinung nicht" kann wie zum Beispiel lauten? "Ich bin voller Selbstvertrauen und sage daher immer meine Meinung." Dieses Programm muss nun in dein Unterbewusstsein, wo es sich nach und nach verwirklicht. Irgendwann wirst du auf dein Leben zurück blicken und du wirst dich selbst fragen: "Warum war ich damals so?".

Affirmationen für mehr Selbstvertrauen könnten zum Beispiel lauten:

"Ich bin voller Selbstvertrauen", "Ich bin unabhängig von der Meinung anderer Menschen", "Ich vertrauen mir und handle jetzt."

Sage dir diese Sätze im Geist immer wieder einige Minuten - immer wenn du nichts zutun hast. Irgendwann, nach einigen Wochen bis Monaten, wenn du dran glaubst, landen sie in deinem Unterbewusstsein. Zudem kannst du dir auch vorstellen, wie du das machst, was du machen würdest, wenn du ein starkes Selbstvertrauen hättest. Fühle dich richtig rein, jeden Tag und fühle, wie du gelassen in diesen Situationen agierst. Auch das gelangt in dein Unterbewusstsein, sogar noch schneller.

Tipp #8: Schritt für Schritt zu mehr Selbstvertrauen

Nehmen wir nun einmal an, dass du weißt, wo deine Problem-Bereiche liegen und du auch schon dabei bist, dein Unterbewusstsein mit Mental-Training zu konditionieren. Nun ist der nächste Schritt, dass du auch langsam aber sicher praktische Erfahrungen sammelst. Auf diese Weise wirst du nämlich sehr schnell an Selbstvertrauen erlangen.

Am besten wählst du Situationen, in denen du dich noch relativ unwohl fühlst aber einfach neue Erfahrungen für mehr Selbstvertrauen sammeln willst. Es ist völlig normal, sich in neuen, ungewohnten Situationen unwohl oder ängstlich zu fühlen. Diese liegen nämlich außerhalb deiner Komfortzone.

Die Komfortzone beschreibt all´ das in deinem täglichen Leben, was dir bekannt ist und mit dem du dich wohl und sicher fühlst.

Für viele Menschen liegt es noch in ihrer Komfortzone ihre Meinung im engen Bekanntenkreis Kund zu tun. Sobald sie jedoch mit anderen darüber sprechen oder ein Youtube-Video zu diesem Thema aufnehmen, geraten die meisten in´s Trubeln.

Warum? Weil es ungewohnt und neu ist und außerhalb ihrer Komfortzone liegt.

Um dein Selbstvertrauen zu stärken, musst du diese Zone regelmäßig verlassen - und zwar in den verschiedenen Lebensbereichen, wie Job, Liebe, Beziehungen, Gesundheit und Fitness. Nur auf diese Weise kannst du deine Komfortzone erweitern und dich, in kürzester Zeit, in Situationen, in denen du heute noch ängstlich und unsicher bist, wohl fühlen.

Wir lernen extrem schnell mit praktischen Erfahrungen, die wir regelmäßig wiederholen. Aber auch Vorstellungen, die sich einzig in unserem Kopf abspielen, festigen sich sehr schnell im Unbewussten. In der Regel dauert es ca. 30 bis 90 Tage bis sich eine neue Gewohnheit festigt. Sobald sich diese Gewohnheit gefestigt hat, kannst du deine Komfortzone noch weiter verlassen und diesen Prozess so lange wiederholen, bis du in allen Bereichen mehr und mehr Selbstvertrauen aufbaust.